Über den UNESCO-Lehrstuhl

Am 11. Februar 2019 wurde der UNESCO-Lehrstuhl für Bildung für soziale Gerechtigkeit der Universität Autonoma de Madrid durch eine Vereinbarung zwischen der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und der Universität Autonoma de Madrid eingerichtet.

Die Existenz wird durch zwei Bestandteilen gerechtfertigt. Zum einen aufgrund der ernsten Situation von Ungerechtigkeit und Unterdrückung auf der ganzen Welt. Wir erleben die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, die Kluft zwischen denen, die mehr und denen, die weniger haben, wächst, in vielen Ländern gibt es extreme Armut und Millionen von Menschen verhungern weiterhin im 21. Jahrhundert, die genderspezifische Gewalt, Homophobie, Rassismus, Aporophobie und Fremdenfeindlichkeit existiert immer noch, Ausbeutung von Arbeitskräften – auch Kinder – und Menschenhandel bestehen fort. Die Zerstörung der biologischen Vielfalt schreitet unaufhaltsam voran, und der Klimawandel ist bereits eine Tatsache, wogegen keine Maßnahmen ergriffen werden, um ihn umzukehren.

Und zweitens aus der Überzeugung heraus, dass Bildung dazu beitragen kann, diese Situation zu ändern. Wenn – wie Nelson Mandela sagte – „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern”, lassen Sie uns die Bildung transformieren, um eine gerechtere, ausgewogenere und integrativere Gesellschaft zu erreichen.

Der UNESCO-Lehrstuhl für Bildung für soziale Gerechtigkeit der Universität Autonoma de Madrid möchte den Wandel hin zu gerechteren Gesellschaften durch die Förderung eines integrierten Systems aus Forschung, Innovation und Entwicklung, Ausbildung sowie Verbreitung und Dokumentation von Bildung für Soziale Gerechtigkeit durch die Zusammenarbeit zwischen international anerkannten Forschern und Professoren sowie Forschungs- und Lehrpersonal der Universität und anderer Institutionen in Spanien und in Europa, Afrika, Lateinamerika und der Karibik.

Die Ziele des Lehrstuhls sind:

    • Gemeinsam mit anderen Partnern interdisziplinäre Forschungen durchführen, um das Wissen auf dem Gebiet der Bildung für soziale Gerechtigkeit zu erweitern und die Ergebnisse in großem Umfang zu verbreiten; Sensibilisierung für die Bedeutung einer Bildung für soziale Gerechtigkeit für die Gesellschaft im Allgemeinen; und für seine Aufnahme in die Agenda der öffentlichen Bildungspolitik eintreten;
    • Lehrmaterialien entwickeln für Bildung für soziale Gerechtigkeit (Aufbaustudiengang, E-Learning-Kurse und Kurzkurse) und schulen Sie Studenten, Akademiker, Fachkräfte und Lehrer verschiedener Bildungsstufen sowie Pädagogen aus nicht formalen Kontexten;
    • Förderung von Innovation im Bereich Bildung für soziale Gerechtigkeit in formellen und nicht formalen Bildungsumgebungen;
    • Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs von Wissen und bewährten Praktiken auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, insbesondere durch die Schaffung von Forschungsnetzwerken und eines Internationalen Dokumentationszentrums für Bildung für soziale Gerechtigkeit, eine Webseite, Veröffentlichungen und internationale Kongresse; und
    • Enge Zusammenarbeit mit der UNESCO und den bestehenden UNESCO-Lehrstühlen bei relevanten Programmen und Aktivitäten.

Um diese Ziele zu erreichen, ist der Lehrstuhl in vier Bereiche unterteilt:

    • Eine der Grundlagen des Lehrstuhls ist die Durchführung hochwertiger interdisziplinärer Studien und Forschungen in Zusammenarbeit mit anderen UNESCO-Lehrstühlen, Universitäten und Forschungszentren zu Bildung und sozialer Gerechtigkeit.
    • Innovation und Entwicklung. Der Lehrstuhl organisiert verschiedene Aktivitäten zur Verbesserung der Maßnahmen in der formalen und nicht formalen Bildung für soziale Gerechtigkeit. Unter diesen ist die Ausarbeitung verschiedener Lehrmaterialien zur Bildung für soziale Gerechtigkeit sowie die Durchführung einer Studie zur Identifizierung und Systematisierung bewährter Praktiken in der Bildung in und aus sozialer Gerechtigkeit zu erwähnen.
    • Schulung in Bildung für soziale Gerechtigkeit durch Organisation von Kursen, Workshops und verschiedenen Schulungsaktivitäten, um Studenten und Spezialisten in Bildung für soziale Gerechtigkeit sowohl persönlich und vor Ort als auch online zu unterrichten. 
    • Verbreitung und Ausbreitung sowohl von Kenntnissen über Bildung für soziale Gerechtigkeit als auch von den vom Lehrstuhl durchgeführten Aktivitäten. Auf diese Weise werden verschiedene permanente sowie spezifische Aktionen entwickelt. Zu den ersten zählen die Ausgabe des Internationalen Journals für Bildung für soziale Gerechtigkeit sowie die Organisation des Internationalen Dokumentationszentrums für Bildung für soziale Gerechtigkeit (Centro Internacional de Documentación en Educación para la Justicia Social) in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Fakultät der Bildung der Universität Autonoma de Madrid.

Ein wesentliches Element des Lehrstuhls ist die Zusammenarbeit. So fällt, unter anderem, die Teilnahme am Internationalen Forschungsnetzwerk für Bildung für soziale Gerechtigkeit auf.

Darüber hinaus ist der Lehrstuhl in autonomen Arbeitsbereichen organisiert, die koordiniert arbeiten und seinen Kern verstehen: Bildung für soziale Gerechtigkeit. Folgendes ist derzeit in Betrieb:

    • Schulsegregation
    • Demokratie in der Bildung
    • Lernservice (ApS)
    • Öko-Soziale Kompetenz/ Alphabetisierung
    • Bildungsbewertung für soziale Gerechtigkeit
    • Vertretungen zur sozialen Gerechtigkeit
    • Kunst und Teilnahme
    • Kultur des Friedens und der Weltbürgerschaft

Letzten Endes, der UNESCO-Lehrstuhl für Bildung für soziale Gerechtigkeit ist ein innovativer und partizipativer Raum, in dem die Arbeit eines multidisziplinären Forschungs- und Lehrteams, das sich für soziale Transformation einsetzt, durch Bildung für soziale Gerechtigkeit zusammengeführt wird.

Eine Zusammenfassung der vom Vorsitz durchgeführten Aktivitäten finden Sie in den folgenden Jahresberichten:

Bericht 2019 (auf Spanisch)